Tips & Infos
Information an alle Bootsbesitzer
Zum Ende der Saison möchte ich allen Eignern einige Tipps zur Verwendung von Unterwasseranstrichen geben.
Vorab einige grundsätzliche Details zu den auf dem Markt angebotenen Anstrichen:
Harte Oberflächen haben eine geschlossene Struktur und sind weitgehend gut geschützt gegen mechanische Beschädigungen. Hierzu gehören Anstriche auf der Basis von Epoxi und Polyurethan, diese werden zum Versiegeln von Bootsrümpfen aus GFK und Metallen verwendet.
Diese Anstriche sind gegen Bewuchs nicht gut vorbereitet, eine weitere Beschichtung ist ratsam. Weitere sind oberflächenaktive Beschichtungen auf der Basis von Teflon oder Silicon. Diese werden in Kombination mit anderen Elementen, z. B. Kupfer, angeboten. Die Oberfläche ist hart und gegen Beschädigungen gut geschützt. Eine weitere Variante sind hydroviskose Oberflächen mit einem hohen Gehalt an gebundenem Wasser. Diese Beschichtungen sind sehr weich und können leicht mechanisch entfernt werden.
Vorteil beim Auswassern, ein Nachteil während der Saison, denn eine leichte Berührung kann eine Beschädigung zur Folge haben. Alle Unterwasseranstriche sind frei von Bioziden, auch wenn noch Reste von Kupfer vorhanden sind. Durch die Kombination von Teflon oder Silicon wird ein Austausch mit dem Wasser weitgehend vermieden. Weiche Farben sind in der Regel „Einsaison“-Anstriche, können aber problemlos mit dem gleichen Produkt überstrichen werden.
Harte Farben können bei festem Untergrund und homogenem Auftrag mehrere Jahre „aktiv“ bleiben. Leichtes Anschleifen der Oberfläche mit sehr feinem Schleifpapier und viel Wasser genügen oft. Die Forderung des Gesetzgebers lautet: keine Verwendung von belastenden Stoffen, der Bewuchsschutz wird aber geringer.
Bei allen Anstrichen kann eine Zwischenreinigung unter der Saison nötig sein, die Wirkung hängt sehr stark vom Einsatzort und Fahrthäufigkeit ab.
Die zur Zeit auf dem Markt angebotenen Farben sind vom Bundesumweltamt bis 2008 zugelassen, die Industrie reklamiert eine Frist bis 2010, dieser Zeitraum wird als realistisch zur Entwicklung biologisch vollkommen unbedenklicher Farben angesehen.
Die Anforderung der Sportschifffahrt lautet: Schutz vor Beschädigung (Osmose, Rost), optimale Fahrtgeschwindigkeit, Langzeitwirkung auch bei Ruhezeiten und Auswasserung über längere Zeit. Die Reinigung muss in vertretbaren Zeitabständen möglich sein und die Kosten für eine Erneuerung müssen moderat gehalten werden. Als Notwendigkeit wird die sofortige Reinigung der Oberflächen nach dem Auswassern gesehen. Die verbreiteten Dickstrahlgeräte sollten unter 1,50 bar Arbeitsdruck haben und vorzugsweise mit Flachstrahldüsen eingesetzt werden.
Beim Kauf von Unterwasserfarben ist es ratsam, nach Alternativprodukten zu fragen. Viele Händler vertreiben unter eigenem Namen Produkte führender Hersteller, die mit den Originalen identisch sind. Die Hersteller werden in der Regel auch genannt, der Preis ist oft günstiger.
Für die kommende Saison wünsche ich allen Wassersportlern viel Erfolg und schöne Stunden auf dem Wasser.
Euer Umweltobmann, Udo Soppert
